Schreibtisch mit einem hölzernen Jubiläums-Aufsteller '20 Jahre', daneben eine Tasse mit der Aufschrift 'Ich mache einen Unterschied', ein Notizbuch mit 'Weiterhin. Mit Freude. Mit Wirkung.' und Icons für Vertrauen, Wirkung, Entwicklung und Verantwortung an der Wand.

Was zwanzig Jahre in derselben Rolle wirklich bedeuten

In den zwanzig Jahren, in denen ich als selbständiger Berater und Entwickler arbeite, habe ich eine Menge kommen und gehen sehen.

Anbieter, die vor zehn Jahren aggressiv in meinen Markt eingetreten sind und heute nicht mehr existieren. Beratungskonzepte, die zwei Zyklen lang gehypt wurden und dann spurlos verschwunden sind. Technologien, die als Pflichtprogramm galten und heute niemand mehr kennt, der nach 2015 angefangen hat zu programmieren.

Ich bin noch da. Und hungriger auf das, was kommt, als am Anfang.

Was das bedeutet, und was nicht

Ich schreibe das nicht als Verdienst. Zwanzig Jahre in einer Branche zu überleben ist keine Ruhmes-Geschichte, es ist ein Filter. Es bedeutet, dass ich Phasen erlebt habe, in denen es nicht gut lief. Kunden verloren, Technologien falsch eingeschätzt, Preise zu niedrig angesetzt. Wer das überlebt hat, hat nicht nur gelernt, wie Projekte gelingen, sondern wie sie scheitern.

Das zweite Wissen ist das seltenere.

Warum Kontinuität im IT-Umfeld anders zählt als anderswo

Bei einem Steuerberater oder Anwalt ist die Betriebsdauer ein Standard-Qualitätsmerkmal. Bei IT-Dienstleistern wird sie selten so bewertet. Stattdessen zählt oft die Neuheit: neueste Methoden, aktuellste Technologien, frischeste Denkweise.

Das hat seinen Platz. Aber es übersieht etwas.

Ein Dienstleister, der seit zwanzig Jahren im selben Markt arbeitet, hat Kunden-Entscheidungen gesehen, die fünf Jahre später noch Konsequenzen hatten. Er kennt die Muster, die beim ersten Mal wie gute Ideen aussahen. Er hat erlebt, wie Versprechen halten oder wie sie sich in der Praxis auflösen.

Das ist kein ersetzbares Wissen. Das ist kein Argument für Tradition um der Tradition willen, aber es ist ein Argument für Erfahrungsdichte.

Was Kunden eigentlich kaufen, wenn sie auf Kontinuität setzen

Das Wichtigste ist das unausgesprochene Signal: Wer seit zwanzig Jahren da ist, wird in fünf Jahren wahrscheinlich auch noch da sein. Das klingt banal. Für Unternehmen, die mit gewachsenen Systemen arbeiten und keine schnelle Liefer-Beziehung suchen, sondern eine verlässliche, ist es ein ernstes Kriterium.

Ich habe Kunden, die sich an mich wenden, wenn eine Entscheidung ansteht, nicht wenn ein Ticket offen ist. Diese Beziehungen entstehen nicht in einem Projekt, sondern über Jahre. Und sie entstehen nur, wenn beide Seiten wissen, dass die andere Seite morgen noch erreichbar ist.

Fazit

Bleiben in einer schnellen Branche ist keine Passivität. Es ist eine eigene Form von Entscheidung. Wer einen Berater sucht, der übermorgen noch da ist, weiß, wonach er fragen muss.

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