Illustration mit zwei Seiten: links 'Alles gut, die Seite läuft' für den Betreiber, rechts drei traurige Roboter mit Error- und Timeout-Meldungen als Nutzer.

Die Webseite funktioniert. Sie funktioniert nur nicht mehr für euch.

Eine Webseite, die seit Jahren nicht angefasst wurde, fällt meistens nicht durch einen Absturz auf. Sie fällt gar nicht auf, weil sie weiterhin läuft.

Das ist das Problem.

Was still veraltet

Webseiten veralten in mehreren Schichten. Die sichtbarste ist das Design: Layouts, Schriften, Bildsprache, die in 2015 modern waren, wirken heute wie ein altes Schaufenster. Potentielle Kunden bemerken das, auch wenn sie es nicht explizit benennen. Der erste Eindruck ist da, bevor der erste Text gelesen wird.

Darunter liegt eine technische Schicht, die unsichtbarer ist, aber gefährlicher. Veraltete Software-Komponenten haben bekannte Sicherheitslücken. Suchmaschinen bestrafen langsame Ladezeiten und fehlende technische Standards. Formulare, die auf alten Serverskripten laufen, funktionieren nicht mehr zuverlässig in aktuellen Browsern.

Das alles passiert ohne Ankündigung. Kein Fehlermeldung, kein Alarm. Die Webseite läuft. Nur kein Kunde teilt mit, dass er gegangen ist, weil die Seite auf dem Mobiltelefon nicht lesbar war.

Was eine veraltete Webseite kostet

Es gibt selten eine direkte Rechnung. Der Verlust ist diffus: Anfragen, die nicht kommen. Ein Eindruck, der nicht zum Unternehmen passt. Suchmaschinen-Ranking, das langsam sinkt. Eine Seite, die jemanden aus der Zielgruppe nicht davon überzeugt, Kontakt aufzunehmen.

Das ist schwer zu messen und deshalb leicht zu ignorieren.

Was messbar ist: der Unterschied zwischen dem Aufwand, eine Webseite regelmäßig zu pflegen, und dem Aufwand, sie nach Jahren neu zu bauen. Wer nichts pflegt, zahlt den Re-Launch am Ende in einem großen Schlag. Wer kontinuierlich pflegt, verteilt diesen Aufwand auf Jahre und hält dabei die Qualität konstant.

Was stattdessen funktioniert

Nicht jede Webseite braucht jedes Jahr einen Re-Launch. Aber jede Webseite braucht jemanden, der einmal pro Quartal prüft, ob die technischen Abhängigkeiten aktuell sind, ob Inhalte noch stimmen und ob es Bereiche gibt, die nicht mehr funktionieren.

Das ist keine Fulltime-Aufgabe. Das ist Wartung als Haltung, nicht als Projekt.

Wer das nicht intern hat, braucht jemanden, der das übernimmt, ohne dafür einen Vertrag über dreißig Seiten zu benötigen.

Fazit

Wenn eure Webseite mehr als zwei Jahre nicht grundlegend überarbeitet wurde und niemand in eurem Haus verantwortlich für sie ist, ist das der Zeitpunkt für einen ehrlichen Blick. Ich schaue mir das gern an und sage euch, wo das dringlichste Problem liegt.

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