Zwei Türen nebeneinander, links beschriftet Externer Fullstack, rechts beschriftet Interner Hire, davor ein Geschäftsführer mit nachdenklicher Geste.

Externer Fullstack oder interner Hire: die Wahl trifft niemand zufällig richtig

Wenn die Kapazität im Team nicht reicht, gibt es zwei Standard-Antworten: einen Externen einkaufen oder neu einstellen. Beide haben starke Argumente. Welche im konkreten Fall die richtige ist, hängt selten am Stundensatz.

Wann ein interner Hire passt

Wenn ihr eine Aufgabe habt, die über Jahre tragen muss und tief in eurer fachlichen Domäne liegt, ist intern fast immer richtig. Jemand, der eure Branche, eure Kunden und eure historischen Entscheidungen versteht, baut Software, die zur Realität passt. Externe können das nur teilweise leisten.

Ein interner Hire zahlt sich über Jahre aus, wenn die Aufgabe stabil bleibt. Aber nur dann.

Wann ein Externer passt

Wenn die Aufgabe zeitlich begrenzt ist, ein konkretes Ergebnis hat oder Wissen erfordert, das im Team nicht aufgebaut werden soll, ist extern pragmatischer. Ein Major-Update, eine Migration, ein Architektur-Review, eine spezifische Integration. All das sind Aufgaben, für die ein Hire entweder zu spät kommt oder danach wieder unterbeschäftigt ist.

Auch wenn ihr schnell starten müsst, ist extern eindeutig schneller. Ein Hire braucht Wochen bis Monate vom Stellen-Inserat bis zur ersten produktiven Stunde. Ein Externer kann nach einem Erstgespräch innerhalb weniger Tage anfangen.

Was niemand offen sagt

Externe sind oft nicht teurer, wenn man ehrlich rechnet. Ein interner Mitarbeiter kostet nicht nur sein Gehalt, sondern Onboarding, Tools, Arbeitsplatz, Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Weiterbildung. Das ergibt typischerweise das Anderthalbfache des Bruttogehalts.

Ein erfahrener Externer mit zwanzig Jahren Praxis liefert pro Stunde mehr als ein Junior, der erst eingearbeitet werden muss. Bei klar abgegrenzten Aufgaben ist die Rechnung oft eindeutiger als gedacht.

Trotzdem ist intern in der Regel besser für Aufgaben, die langfristig tragen. Der Kostenvorteil eines Externen löst sich auf, wenn die gleiche Aufgabe drei Jahre lang Begleitung braucht.

Was die Wahl wirklich entscheidet

Die Antwort auf zwei Fragen: Wie lange braucht ihr die Kapazität wirklich? Und wie spezifisch ist die Aufgabe für eure Domäne? Wer beides ehrlich beantwortet, hat seine Wahl.

Fazit

Externer Fullstack und interner Hire sind keine Konkurrenten, sondern Antworten auf unterschiedliche Fragen. Wer die richtige Frage stellt, trifft die richtige Wahl. Wer Sparring beim Stellen der Frage sucht, kann mich gerne ansprechen.

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